Unternehmensberatung (1997 - 2001)

Unternehmensberater Dr. Achim Reichert, Faltblatt für Innovationsmanagement
Faltblatt "Innovationsmanagement", Titelseite*
Dr. Achim Reichert, Vorstellung als Unternehmensberater
Faltblatt "Innovationsmanagement", Innenseite

Unternehmensberater Dr. Achim Reichert, Faltblatt "Innovationsmanagement", Spalten 1 - 3, innen
Mit diesem Faltblatt als Anlage bot ich Beratung auf dem Gebiet "Innovationsmanagement" an.

Nachdem ich im Rahmen von Massenentlassungen und Werksschließungen aus betriebsbedingten Gründen zum 31.12.1994 aus der Deutschen Aerospace (DASA) ausgeschieden war und zur damaligen Zeit eine anderweitige Anstellung im Alter von 53 Jahren nicht zu erwarten war, machte ich mich als Unternehmensberater selbstständig. Da sich das Ende meiner Tätigkeit bei DASA krisenbedingt schon längere Zeit abzeichnete, konnte ich mich parallel zu meiner Angestelltentätigkeit auf die Selbstständigkeit vorbereiten.

 

Nachdem ich Ende 1994 zum Fraktionsvorsitzenden von STATT Partei in der Hamburgischen Bürgerschaft gewählt worden war, habe ich die praktische Aufnahme der Tätigkeit als Unternehmensberater auf Ende 1997 verschoben. Denn unter der besonderen Konstellation, unter der damals der Wechsel im Vorsitz stattfand, wäre eine Parallelität der beiden Tätigkeiten undenkbar gewesen.

 

Ich ging an die Tätigkeit als Unternehmensberater mit großem Elan und voller Optimismus ran, verfügte ich doch aus meinen Anstellungen und dem Besuch zahlreicher Fortbildungsveranstaltungen über eine reiche Berufserfahrung. Obwohl ich gerade auf dem Gebiet des Qualitätswesens viele Jahre erfolgreich tätig gewesen war, ergänzte ich die praktische Erfahrung durch Absolvierung aller Lehrgänge der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und erhielt nach bestandener Abschlussprüfung das Zertifikat "Qualitätsmanager (DGQ)". Zusätzlich absolvierte ich noch das TQM-Assessor-Training der DGQ (TQM = Total Quality Management).

 

Ich musste aber leider erkennen, dass fachliche Kompetenz und die persönliche Eignung zum Unternehmer nicht ausreichen, um damit dauerhaft erfolgreich zu sein. Als Angestellter hatte ich mich nie um Aufträge bemühen müssen. Zudem war ich stets Angestellter großer Industrieunternehmen, aber nie Angestellter einer Unternehmensberatung, wusste also nicht, wie dort "der Hase läuft", wie die an Aufträge kommen. Mir sagte später mal ein inzwischen erfolgreicher Chef einer mittelgroßen Unternehmensberatung, dass es für Seiteneinsteiger schwer sei, in dieser Branche Fuß zu fassen.

 

Ich musste lernen, dass gerade in dieser Branche persönliche Beziehungen in die Vorstandsetagen, zu den Entscheidungsträgern, ausschlaggebend für den Erfolg sind und noch so gute Werbung kaum etwas bewirken kann. In Wirklichkeit ist es noch schlimmer: Ein guter Draht zu einem der Entscheidungsträger reicht oft nicht aus. Alle, die über eine Auftragsvergabe mitzuentscheiden haben, müssen den potenziellen Auftragnehmer kennen und eine gute Meinung von ihm haben. So wurde manche Auftragschance, die auf mich zulief, im letzten Moment anders entschieden.

Meinen mit Abstand größten Auftrag erhielt ich von der Dräger Medizintechnik GmbH, einem Unternehmensbereich der Drägerwerk AG in Lübeck. Dräger ist mit inzwischen ca. 12.000 Mitarbeitern und über 2 Mrd. € Umsatz Gobal Player auf dem Gebiet der Medizin- und Sicherheitstechnik. Aufgabenstellung war das Coaching eines Projektteams zur Senkung der Herstellkosten eines in Entwicklung befindlichen Gerätes, insbesondere mit Hilfe der Wertanalyse.

 

Meine Tätigkeit beurteilte Projektleiter Dr. Klaus Freudenstein abschließend wie folgt: "Einhellige Meinung im Projektteam war, dass Sie große fachliche Kompetenz haben... Es hat uns beeindruckt, mit wieviel Einsatz Sie sich spezielles Knowhow über unser Arbeitsgebiet angeeignet haben... Sie waren außerordentlich engagiert, flexibel und zielstrebig... Sie haben in den Diskussionen jeden zu Wort kommen lassen... Besonders beeindruckt hat uns Ihre Fähigkeit, längere Diskussionsbeiträge prägnant zusammenzufassen und auf den Punkt zu bringen..."

 

* = Die Collage für das Titelbild wurde selber zusammengestellt und von einem Grafiker im Auftrag der Druckerei optimiert. Die Fotos vom Congress Centrum Hamburg (CCH), dem Hamburger Fernsehturm und der nördlichen Einfahrt zum Elbtunnel wurden selber angefertigt. Das Foto vom Airbus A 319 wurde mir freundlicherweise von der Daimler Benz Aerospace Airbus GmbH, das Bild des Transrapid von der Thyssen Transrapid System GmbH zur Verfügung gestellt.