Mediengestaltung (2006 - 2012)

Mit Webdesign fing es an

 

Nachdem es uns 2006 aus familiären Gründen nach Niefern-Öschelbronn im Enzkreis verschlagen hatte, suchte ich mit 65 und damit als Rentner eine interessante Teilzeittätigkeit, mit der sich auch noch etwas Geld verdienen ließe. Da fiel mein Blick auf ein kleines Inserat in der Pforzheimer Zeitung, mit der eine Stuttgarter Internetagentur einen Lehrgang zum Webmaster anbot. Seit es das Internet gibt, war das schon immer so etwas wie ein Traum für mich, selber eine Homepage bzw. Website erstellen zu können.

 

Ich war schon gegen Ende der neuziger Jahre, den Anfangszeiten des Internets, vom Erfolgpotenzial eines eigenen Internetauftritts überzeugt. Da ich es damals selbst noch nicht konnte, habe ich mir in Hamburg für meine Tätigkeit als Unternehmensberater vom Telefonbuchverlag Dumrath & Fassnacht eine Homepage bauen und stets aktualisieren lassen. Das war zu einer Zeit, wo selbst viele große Unternehmen noch keine Homepage hatten. Da sie von Inhalt und Design gut gelungen war, benutzte der Verlag meine Homepage als Demonstrationsobjekt für Schulungen und Akquise.

In dem Stuttgarter Lehrgang erfuhr ich, weshalb es heutzutage auch ohne Programmierkenntnisse möglich ist, Websites zu erstellen. Das ermöglichen so genannte Content Management Systeme (CMS). Mit dieser Software, die es von verschiedenen Anbietern gibt, werden die Vorgaben des Webmasters in HTML-Code übersetzt. CMS-basierte Websites zeichnen sich darüber hinaus durch ihre Änderungsfreundlichkeit aus, weil Gestaltungselemente (Layout), Texte und Bilder in getrennten Datenbanken gespeichert und damit unabhängig voneinander zu aktualisieren sind.

 

Nach Lehrgang und internetbasierter Prüfung nach dem Multiple-Choice-Verfahren durfte ich mich "Zertifizierter CMS-Webmaster" der Schweizer Worldsoft AG nennen, von der dieses CMS-System stammt. Einige Jahre später schnitt es übrigens bei einer unabhängigen Vergleichsstudie als eines der besten weltweit ab. Der vorgenannte Lehrgangsanbieter fungierte als Regional-Center für Baden-Württemberg.

 

Mit diesem Zertifikat als vertrauensbildender Maßnahme gewann ich meine ersten Kunden. Ich konnte zudem anhand von zahlreichen Referenzbeispielen auf der Website von Worldsoft zeigen, was andere Webmaster mit derselben Software und derselben Ausbildung geschafft haben.

 

An Aufträgen verdiente ich auf zweierlei Weise: Auf direktem Wege für die Gestaltung der Homepage und indirekt durch eine Provision von Worldsoft für die unlösbar damit verknüpfte Vermittlung des Auftrags zur Bereitstellung des CMS-Systems auf Mietbasis und des Speicherplatzes dafür (Hosting). Machten Kunden nicht von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Homepage selbst zu aktualisieren, übernahm ich auch das für eine kleine monatliche Pauschale.

 

Vom Webdesign zur Mediengestaltung

 

Webdesign betrieb ich drei Jahre lang alleine. Nachdem Sohn Alexander den Fernlehrgang "Grafikdesign am PC" der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) mit "Sehr gut" abgeschlossen hatte, taten wir uns in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammen, der A. Reichert - Atelier für Mediengestaltung GbR mit Sitz in Bad Herrenalb, später dann Bad Dürrheim. Der Leistungsumfang bestand in der Gestaltung von Printmedien und Websites mit allem, was dazugehört und seitens der Kunden nicht beigestellt wurde. Ferner boten wir die Bearbeitung fremder Videos an, z.B. die Aktualisierung des Imagevideos eines Unternehmens.

 

Arbeitsbeispiele

An dieser Stelle habe ich jahrelang Beispiele der von mir erstellten Websites in Form einer Slideshow (Bildfolge) gezeigt. Diese habe ich am 27. Februar 2019 gelöscht, weil das heutige Aussehen der beispielhaft genannten Websites von ihrem ursprünglichen Aussehen teils gravierend abweicht und Sie das möglicherweise irritieren würde.

 

Das können inhaltliche Gründe gewesen sein, dass sich die Gegebenheiten bei meinen Kunden zwischenzeitlich geändert haben, technische Gründe, dass bestimmte Leistungsmerkmale im Rahmen der technischen Weiterentwicklung inzwischen nicht mehr zur Verfügung stehen, oder auch urheberrechtliche Gründe beim Einsatz von Fremdbildern.

 

Kundenmeinungen

 

"Die Homepage und auch Ihre Collage im Wartezimmer kommt bei den Patienten sehr gut an... Auch Pharmareferenten äußern sich interessiert bis begeistert." (Dr. med. Wolfgang Böhme, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Master of Public Health, Mühlacker-Enzberg, am 24.07.2007)

 

"Ein Patient schickte mir eine E-Mail mit Komplimenten für unsere Homepage und einem Sonderlob für unseren Webmaster." (Dr. med. Christoph Müller, Facharzt für Allgemeinmedizin, Pforzheim, am 15.12.2007)

 

"... und deshalb schenke ich ihm mein ganzes Vertrauen." (Dr. med. Peter Olles, Facharzt für Orthopädie, Bad Wildbad, am 25.02.2009, in einem Video-Statement)

"Vielen Dank für Ihre Weihnachtsgrüße und die tolle Internetpräsentation unserer Kanzlei." (Günter Oden, Steuerberater in Waldbronn, Anette Steinhilber & Kolleginnen, am 23.12.2009)

 

"... sind mit Ihrer Arbeit voll zufrieden..." (Mustafa Iskender, Zimpfer Malerbetrieb GmbH, Ettlingen, am 24.02.2011

 

Geschäftsaufgabe

 

Uns war schon zu Beginn unserer Zusammenarbeit klar, dass es heutzutage eher mit Webdesign als mit Grafikdesign möglich sein würde, an Aufträge zu kommen. Als aber auch dieses immer schwerer wurde, haben wir die gemeinsame Selbstständigkeit zum 31.12.2012 beendet und die GbR aufgelöst. Zu einer solch schmerzlichen Entscheidung haben viele Gründe beigetragen. Die wichtigsten waren:

 

  • Wer eine Homepage will, der hat sie inwischen. Und wer bisher noch keine hat, der will auch keine. Um die kleine Grauzone von Unentschiedenen, die möglicherweise irgendwann mal so etwas wollen, schlägt sich ein Überangebot von Anbietern.
  • Die gestalterischen Anforderungen der Unentschiedenen sind in der Regel niedriger als die der Etablierten. Dafür brauchen sie keinen Profi. Es gibt heute immer mehr Baukästen, die diese Anforderungen erfüllen, allen voran 1&1 und Jimdo. 
  • Für die Websitegestaltung mit diesen Baukästen sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Wer es sich selbst nicht zutraut, hat bestimmt einen Sohn, Freund oder Bekannten, der das übernimmt. In der gleichen Zeit, in der ich auf diesem Gebiet tätig war, wurden allein mit der Jimdo-Software 7 Mio. Websites realisiert, vom Branchen-Primus 1&1 mal ganz zu schweigen.
  • Sohn Alexander hatte bis dahin nur eine Ausbildung in Grafikdesign und meine eigenen Kenntnisse waren zu schmalspurig auf ein ganz bestimmtes Content Management System eines Schweizer Anbieters ausgelegt. Damit hätte ich keinem potenziellen Kunden helfen können, der ein anderes System verwendet.
  • Insofern war es ein konsequenter Schritt, dass Sohn Alexander nach Aufgabe der GbR an einem mehrjährigen Lehrgang über Webdesign teilnahm und diesen dann auch mit sehr gutem Ergebnis absolviert hat. Damit hat er, im Gegensatz zu mir, Webdesign von Grund auf gelernt.