Öffentlichkeitsarbeit (2001 - 2006)

Achim Reichert bewirbt sich auf ein Inserat in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 03.03.2001
Inserat in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 3.3.2001

 

Auf der Suche nach einer selbstständigen Tätigkeit mit leichterem Marktzugang als dem der Unternehmensberatung fiel mein Blick auf ein Inserat in der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) vom 03. März 2001.

 

Wie Sie der Webseite meiner Frau entnehmen können, stammt sie aus Heidelberg, dort haben wir geheiratet und dort sind ihre Eltern beerdigt. Ein Dauer-Abo der in Heidelberg erscheinenden Rhein-Neckar-Zeitung hatte ihre Schwester ihr vor Jahren geschenkt, als Brücke zur Heimat.

Ich konnte mir zwar auf Grund des Anzeigentextes die angebotene Tätigkeit noch nicht so recht vorstellen, fühlte mich aber von den Stichworten

  • Politik,
  • Wirtschaft,
  • hoher Bekanntheitsgrad und
  • gerne auch im fortgeschrittenen Alter

angesprochen. Und so bewarb ich mich.

 

Wie das daraufhin zustande gekommene Gespräch ergab, handelt es sich bei der SDV um eine Servicegesellschaft, die vorwiegend für die baden-württembergische CDU und ihre Mittelstands- und Wirtschaftvereinigung (MIT) tätig ist. Zur fraglichen Zeit war Baden-Württemberg eine CDU-Hochburg, ein sehr erfolgreicher Landesverband in dem neben Bayern erfolgreichsten Bundesland. Erwin Teufel war damals Minister-präsident, 2005 gefolgt von Günther Oettinger.

 

Unter dem Titel "CDU intern" erscheinen bei der SDV als Druckerei und Verlag alle Mitgliederzeitschriften der baden-württembergischen CDU sowie das "Wirtschaftsforum" der Mittelstandsvereinigung. Vom "CDU intern" gibt es je Stadt- oder Landkreis eine Ausgabe und überregional die Landesausgabe. Wie andere Zeitungen oder Zeitschriften sind auch die Mitgliederzeitschriften von CDU und MIT in hohem Maße auf Inserate angewiesen. 

 

Ich entschied mich für das Stellenangebot und die SDV sich für mich. Letzteres um so beachtlicher, als ich bei Aufnahme meiner Tätigkeit noch nicht in der Nähe meines neuen Wirkungskreises wohnen konnte. Ich musste jeweils am Sonntag-Abend von Hamburg anreisen und die Woche über in einem möblierten Zimmer wohnen. Mein Aktionsradius begann mit dem Rhein-Neckar-Kreis, dem größten Landkreis von Baden-Württemberg, umfasste später zusätzlich die Städte Heidelberg und Mannheim, und endete schließlich mit Mannheim als dem für meine Tätigkeit bestem Einsatzgebiet.

 

Als selbstständiger Repräsentant im Außendienst habe ich Öffentlichkeitsarbeit für CDU und MIT betrieben. Ich habe Unternehmer über die Tätigkeit von CDU und MIT informiert, ihre Positionen erläutert, Kritik entgegen genommen und, soweit möglich, Kontakte hergestellt. Ich habe für politisches Engagement von Unternehmern geworben und aufgezeigt, wie wichtig das ist, wenn man an Bestehendem etwas ändern will.

 

Mitgliedsanträge habe ich ebenso dankbar entgegengenommen und weitergeleitet wie Anzeigenaufträge, ohne die die Mitglieder-Publikationen nicht erscheinen könnten. Für Anzeigenaufträge habe ich eine branchenübliche Provision erhalten, alles andere geschah ehrenamtlich. Ich habe nicht für Spenden geworben. Wer sie angeboten hat, den habe ich an den für seinen Wohnsitz zuständigen Orts- oder Kreisverband verwiesen.

 

Selbstredend, dass man eine solche Tätigkeit nur erfolgreich betreiben kann, wenn man glaubwürdig ist. Nachdem meine Tätigkeit bei STATT Partei inzwischen mehrere Jahre zurücklag, ihre Mitgliederzahl stark geschrumpft und sie an Bedeutung verloren hatte, tat ich mich nicht schwer, in Baden-Württemberg Mitglied der CDU und ihrer Mittelstandsvereinigung zu werden und mich dafür auch zu engagieren.

 

Ich beendete diese Tätigkeit, als ich 65 wurde. Das war zwar nicht zwangsläufig; hinzu kam aber, dass wir aus familiären Gründen aus dem Einsatzgebiet weggezogen sind.