Organisation der Satellitenbeobachtung

Briefköpfe von Stellen, mit denen Achim Reichert bei der Organisation seiner Satellitenbeobachtungen zu tun hatte
Collage der Briefköpfe von Stellen, mit denen Achim Reichert zur Satellitenbeobachtung zu tun hatte

Chronologie organisatorischer Maßnahmen

  • Frühjahr 1962: Mit dem sowjetischen Erdsatelliten "Kosmos V" erste Satellitenbeoachtungen als Funkamateur
  • Mai 1962: Erste Zeitungsberichte hierüber
  • Januar 1963: Angliederung an die Volkssternwarte Köln
  • 23.10.1963: Antrag an die Stadt Köln wegen
    -   Bereitstellung eines geeigneten Grundstücks für den Bau
        einer größeren Station
    -   Zuschuss zu den Betriebskosten
  • 18.11.1963: Bitte an die Stadtverordnetenfraktion der CDU um politische Unterstützung
  • 03.02.1964: Brief des Oberstadtdirektors von Köln, Dr. Max Adenauer, mit Begrüßung unserer Aktivität, Bewilligung eines Betriebskostenzuschusses in Höhe von 1.000,-- DM und Ablehnung der anderen Punkte unseres Antrags vom 23.10.1963
  • 26.02.1964: Stellungnahme des Auswärtigen Amtes zu unserem Schreiben von Juni 1963: Austausch technischer Daten mit Stellen der Sowjetunion nicht verboten, wird aber nicht befürwortet. Weist auf Genehmigungspflicht der Empfangsfunkstelle durch die Deutsche Bundespost hin.
  • 03.06.1964: Das Bundespostministerium kündigt die offizielle Genehmigung der Empfangsfunkstelle für Satellitensignale durch die Oberpostdirektion Köln an.
  • 24.06.1964: Besuch durch Mitglieder der CDU-Stadtverordnetenfraktion
  • Januar 1965: Die Stadt Köln verweigert einen erneuten Zuschuss für das neue Rechnungsjahr. Hängepartie bis zur Gründung eines neuen Rechtsträgers.
  • 23.06.1965: Gründungsversammlung der "Gesellschaft für Satellitenbeobachtung e.V. im Seminarraum des Institutes für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln. 1. Vorsitzender wurde Achim Reichert, 2. Vorsitzender Dipl.-Phys. Helmut Zschörner.
  • 17.08.1965: Eintragung in das Vereinsregister
  • 23.09.1965: Vorläufige Bescheinigung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Köln-Körperschaften
  • 21.12.1965: Umschreibung der Genehmigungsurkunde der Oberpostdirektion Köln auf den neuen Rechtsträger
  • April 1966: Teilnahme an der Ausstellung "Mensch und Weltraum" mit einem eigenen Stand in der Kölner Messehalle 8
  • 26.10.1966: In Beantwortung unserer Anfragen vom März und Juli 1966 befürwortet die amerikanische Weltraumbehörde NASA den Empfang der Baken- und Telemetriesignale amerikanischer Satelliten zu wissenschaftlichen Zwecken, ohne Decodierung der Telemetriesignale.
  • 09.01.1967: Im Jahresbericht 1966 des Vorstandes wird auf gravierende Erschwernisse hingewiesen:
    -   Aufbau einer neuen Messstelle auf gepachtetem Gelände im
         ursprünglichen Sinne gescheitert
    -   Beobachtungen der bisherigen Station durch einen afrikanischen
         Telexsender auf der Sendefrequenz sowjetischer Erdsatelliten ein
         halbes Jahr lang gestört
    -   Vorträge auf Monatsversammlungen schlecht besucht
  • 18.07.1967: In Beantwortung unseres Antrags vom April 1967 auf Unterstützung unserer Tätigkeit aus Landesmitteln kündigt der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Heinz Kühn, eine Prüfung des Antrags durch das Landesamt für Forschung an.
  • 08.08.1967: Besprechung unseres neuen 1. Vorsitzenden Dr. Güssow und Geschäftsführer Achim Reichert mit Herrn Min.-Dirig. Gaugg vom Landesforschungsamt Düsseldorf: Das Landesforschungsamt könne nur Forschungsaufträge mit klar umrissenen Themen vergeben. Verwies auf die Parallelität zu den Tätigkeiten der Volkssternwarte Bochum, wohin große Mittel geflossen seien.
  • 17.01.1968: Im Jahresbericht 1967 des Vorstandes wird festgestellt, dass es trotz erheblicher Anstrengungen nicht gelungen ist, der Gesellschaft eine tragfähige Basis für ihre satzungsgemäßen Aufgaben zu geben. Der Antrag des Vorstandes, die Gesellschaft daher aufzulösen, war nicht beschlussfähig, weil die dafür erforderliche Anzahl von 2/3 der Mitglieder nicht anwesend war.
  • 29.01.1968: Ablehnung unseres Antrags durch das Landesamt für Forschung von NRW
  • 07.02.1968: Die zur außerordentlichen Hauptversammlung erschienenen Mitglieder beschließen die Auflösung der Gesellschaft.
  • 08.07.1968: Die Verwaltung der Universität zu Köln bestätigt den satzungsgemäßen Übergang der verbliebenen Geld- und Sachwerte an die Universität zu Köln wegen Auflösung der gemeinnützigen Vereinigung.