Bewertung unserer Arbeit

Hamburgs Erster Bürgermeister Henning Voscherau sagte am 20.06.1996 in der Sendung "Schalthoff live" des Fernsehsenders "Hamburg 1" über STATT Partei, dies sei kein taktischer, kein machtbesessener, sondern ein sachbezogener Kooperationspartner. Das sei in der Politik selten. Und er glaube, dass sich die Hamburger Bürger noch einmal nach dieser versachlichenden Kraft zurücksehnen werden.

 

Am 17.12.1996 zitierte Silke Mertins den Bürgermeister aus einer Sitzung der Hamburger Bürgerschaft mit den Worten. "Wir wollen Sie behalten, Herr Reichert!" und findet diese Äußerung bemerkenswert angesichts der vielen Regierungskrisen allein in diesem Jahr.

 

In der Kolumne "Das Jahr im Rathaus" des Hamburger Abendblatts vom 28.12.1996 schreibt Susanne von Bargen, so sei der Regierungschef sogar voll des Lobes für seinen Kooperationspartner, mit dem man so reibungslos zusammengearbeitet habe wie mit früheren Koalitionspartnern nicht. Dabei habe er sich von Gruppensprecher Reichert die ungewöhnlichste Abrechnung vorm Parlament anhören müssen, die wohl je einem Regierungschef widerfahren sein dürfte.

 

Peter Ulrich Meyer bewertet im Hamburger Abendblatt vom 21.01.1997 die Arbeit von STATT Partei dahingehend, ihre Arbeit sei mit der konsequenteren Sparpolitik des Senats verbunden und mit der wenig wählerwirksamen Bezirksverwaltungsreform. Insofern habe STATT Partei positive Spuren hinterlassen. Eine weitergehende Profilierung sei daran gescheitert, dass sie unabhängige Senatoren in den Senat entsandt habe, deren Erfolg ihr daher öffentlich nicht zugerechnet werde.

 

In einem Bericht zur bevorstehenden Wahl der Hamburgrischen Bürgerschaft schrieb "Nord-Handwerk" 5/97, die Zeitschrift der Handwerkskammmer Hamburg, als Regierungspartei habe sich die STATT Partei in der derzeit laufenden Legislaturperiode vergleichsweise am stärksten für die Belange des Handwerks eingesetzt. Insbesondere beim derzeitigen Fraktionsvorsitzenden Reichert stimmten ein klares Wort und eine konsequente Tat stets überein.

 

Anlässlich meines und unseres Ausscheidens aus der Hamburgischen Bürgerschaft haben mich viele Briefe politischer Weggefährten mit sehr herzlichen und anerkennenden Worten erreicht, auch von anderen Parteien. Ein herzliches Dankeschön, falls einer von ihnen heute diese Zeilen liest.

 

Zuletzt aktualisiert: 15.06.2019