CDU (2002 - 2009)

Ortsverband Wiesloch (2002 - 2005)

Rest der Stadtmauer Wiesloch. In Wiesloch hat sich Achim Reichert beim Ortsverband der CDU engagiert.
Das alte Wiesloch: Reste der Stadtmauer (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie; Fotograf: Peter Schmelzle)
Wiesloch, das Kongresszentrum Palatin. In Wiesloch hat sich Achim Reichert beim Ortsverband der CDU engagiert.
Das neue Wiesloch: Kongresszentrum PALATIN (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie; Fotograf: Rudolf Stricker)

Ich wurde Anfang 2002 Mitglied der CDU Baden-Württemberg und gehörte unserem damaligen Wohnort entsprechend zum Ortsverband Wiesloch-Kernstadt innerhalb des von Staatssekretär Michael Sieber geführten Stadtverbands Wiesloch.

 

Ich wurde vom damaligen Vorstand herzlich aufgenommen, allen voran dem 1. Vorsitzenden Dieter Foerster und seinem Stellvertreter Heinz Erck. Auf einer Vorstandssitzung erhielt ich Gelegenheit, mich vorzustellen. Dabei interessierte natürlich insbesondere mein früheres politisches Engagement in Hamburg und meine jetzige Öffentlich-keitsarbeit für die Landes-CDU und die ihr nahestehenden SDV-Servicegesellschaft, in der alle baden-württembergischen CDU-Publikationen erscheinen. Das Angebot, mich auch vor Ort zu engagieren, nahm ich gerne an.

 

In die Zeit meiner Mitgliedschaft im CDU-Ortsverband Wiesloch fielen drei wichtige Ereignisse: Die Bundestagswahl 2002 mit Edmund Stoiber als Spitzenkandidat der Union, die Kommunalwahl 2004 und die vorzeitige Bundestagswahl 2005 mit Angela Merkel als Spitzenkandidatin. 

 

Wer das zeitlich ermöglichen konnte, fuhr gemeinsam im Bus zur bundesweiten Auftaktveranstaltung mit Edmund Stoiber und jeder Menge Politprominenz nach Frankfurt. Von Stoiber eine sauber strukturierte Rede mit Visionen, die auf einen Wahlerfolg hoffen ließ. Zusammen mit dem Pressesprecher und späteren Vorsitzenden unseres Ortsverbands, Dr. Jörn Döring, gestaltete ich mehrere ganzseitige Anzeigen in der "Wieslocher Woche". Sie enthielten viele Informationen und Argumente statt der üblichen Wahlslogans ohne Tiefgang.

 

Nachdem die Union die Wahl knapp verloren hatte, ließ die Parteiführung im Gegensatz zur Basis wenig Bereitschaft erkennen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Aus der Überzeugung heraus, dass man weder kommunal noch überregional etwas besser machen kann, wenn man nicht die Ursachen eines Misserfolgs kennt, habe ich aus meiner Sicht der Dinge keinen Hehl gemacht. Ich habe sie bei verschiedenen Anlässen im Ortsverband und dem Kreisverband Rhein-Neckar der Mittelstandsvereinigung (MIT) dargelegt sowie einen ausführlichen Leserbrief an den Landesreport nach Stuttgart geschrieben, der in vollem Umfang abgedruckt wurde.

 

Zur frühzeitigen Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2004 habe ich Anfang 2003 eine Klausurtagung unseres Ortsverbands mit 22 Teilnehmern moderiert. Diese strukturierte Vorgehensweise kam allgemein gut an, weil jeder Teilnehmer Gelegenheit hatte, sich einzubringen. Über das Ergebnis der Klausur wurde einige Tage später die örtliche Presse informiert, die hierüber auch ausführlich berichtete. Die Ergebnisse der Klausurtagung wurden anschließend in mehreren Arbeitskreisen vertieft. Ich moderierte dabei den Arbeitskreis "Strategische Ausrichtung".

 

Für den Wahlkampf zur vorzeitigen Bundestagswahl 2005 steuerte ich über mein gleichzeitiges Engagement bei der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/ CSU (MIT) knackige Anzeigentexte bei, die im September 2005 in der Rhein-Neckar-Zeitung erschienen.

Erfolg für die Wieslocher CDU: Diätenerhöhung für Landtagsabgeordnete kommt ein Jahr später.
Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 17.06.2003: Die Diätenerhöhung der Landtagsabgeordneten kommt ein Jahr später

Unter meiner Mitwirkung meldete sich unser Ortsverband aber auch bei anderen Gelegenheiten zu Wort. So entwarf ich für unseren OV-Vorsitzenden Dieter Foerster im Mai 2003 einen Brief an den Vorsitzenden der Landtagsfraktion und späteren Ministerpräsidenten, Günter Oettinger, mit massivem Unverständnis für die geplante Diätenerhöhung für die baden-württembergischen Landtags-abgeordneten und der Bitte, das Vorhaben zurückzustellen, weil es unseren Bürgern nicht zu vermitteln sei. Vermutlich waren wir mit unserer Kritik nicht alleine. Jedenfalls teilte uns einen Monat später der Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion mit, dass das Vorhaben um ein Jahr verschoben worden sei. Siehe nebenstehende Pressenotiz in der Rhein-Neckar-Zeitung.

 

Am 24.10.2003 nahm ich mit einem kleinen Kreis weiterer Vertreter unseres Ortsverbands an einer Regionalkonferenz der Bundes-CDU unter Leitung von Angela Merkel in Stuttgart teil. Dabei ging es um die Diskussion der Empfehlungen der Herzog-Kommission. Die Kommission unter Leitung von Alt-Bundespräsident Roman Herzog sollte Empfehlungen zur Reform der deutschen Sozialversicherungen erarbeiten. Ich meldete mich zu Wort, konnte aber infolge einer vorher beschlossenen Redezeitbegrenzung auf eine Minute mein Statement nur noch ansatzweise rüberbringen. Daher schickte es unser OV-Vorsitzender in Urfassung an Angela Merkel, die zwei Monate später dazu Stellung nahm.

 

Durch meine Mitarbeit habe ich erfahren, dass es schon von der Ebene eines Ortsverbands aus möglich ist, politisch etwas zu bewegen, und das nicht nur in der Kommunalpolitik, wenn sich die handelnden Personen verstehen und gemeinsam etwas bewegen wollen. Mein Engagement in Wiesloch wurde bei meiner umzugsbedingten Verabschiedung durch den neuen OV-Vorsitzenden Dr. Jörn Döring mit warmen Worten und einem Abschiedsgeschenk gewürdigt.

 

Ortsverband Niefern-Öschelbronn (2006 - 2008)

Evangelische Stadtkirche von Niefern (aus Wikipedia). In Niefern-Öschelbronn hat Achim Reichert bei der CDU mitgearbeitet.
Evgl. Stadtkirche von Niefern (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie; Fotograf: Mussklprozz)

Durch Umzug gehörte ich seit Anfang 2006 zum Ortsverband Niefern-Öschelbronn (Enzkreis) in der Nähe von Pforzheim. Anfang Februar stellte ich mich beim OV-Vorstand der CDU vor. Glücklicherweise traf ich auch hier wieder auf einen mitgliederstarken und aktiven Ortsverband.

 

OV-Vorsitzender Stefan Adam nannte mir die aus seiner Sicht bestehenden Möglichkeiten, mich einzubringen. Ich entschied mich zunächst einmal für die vakante Position des Internetbeauftragten. Bei der nächsten Sitzung des Gesamtvorstands Ende März 2006 wurde ich dann als kooptiertes Vorstandsmitglied zum Internetbeauftragten des Ortsverbands bestellt. Da das Verhältnis zum bisherigen Anbieter unerfreulich geworden war, wurde aus den vom Bundesvorstand genannten Alternativen ein neuer Anbieter ausgewählt und damit ein ganz neuer Internetauftritt zusammengestellt. Das Gesamtlayout und die Struktur entsprachen bundeseinheitlich der Corporate Identity der CDU; Details konnten von den Betreibern vor Ort gestaltet werden. Dazu gehören alle ortsbezogenen Bilder und Texte. Nach der arbeitsintensiven Zeit der Neugestaltung galt es anschließend, aktuelle Berichte und neue Termine einzuspeisen. Mitunter waren die Texte auch zu straffen und für das Medium Internet zu optimieren.

 

Am 10.05.2006 nahm ich mit weiteren Vorstandsmitgliedern an der Regionalkonferenz der Bundes-CDU mit Bundeskanzlerin und Parteivositzender Angela Merkel und den Spitzen der beteiligten Landesverbände in Karlsruhe teil. Damit sollten die regionalen Gliederungen die Möglichkeiten erhalten, sich zur Erneuerung des grundsatzprogramms der CDU zu äußern. Ich kam zu Wort bei den Leitfragen:

 

  • "Was ist unsere Identität als christliche Demokraten?"
  • "Wie machen wir die soziale Marktwirtschaft in einer
    globalisierten Welt zukunftsfest?"

 

Dankesschreiben von CDU-Generalsekkretär Ronald Profalla an Achim Reichert für seinen Beitrag zum neuen Grundsatzprogramm der CDU
Dankesschreiben von CDU-Generalsekretär Ronald Profalla zu der Ausarbeitung von Achim Reichert zur Leitfrage "Soziale Marktwirtschaft ..." des neuen Grundsatzprogramms

Ab September 2006 nahm ich an den Sitzungen des Arbeitskreises "Grundsatzprogramm" des Kreisverbandes Pforzheim/ Enzkreis teil. Zur o.a. Leitfrage "Soziale Marktwirtschaft" führte ich u.a. ein ausführliches Gespräch mit dem Chef eines großen Nieferner Unternehmens. Ich verließ den Arbeitskreis im April 2007, weil mir das Interesse innerhalb und außerhalb des Arbeitskreises zu gering erschien, mehr über Organisatorisches als über Inhalte gesprochen wurde und ich an der Einflussmöglichkeit des Arbeitskreises zu zweifeln begann. Zum Abschied hinterließ ich eine umfangreiche Ausarbeitung zur o.a. Leitfrage "Soziale Marktwirtschaft" mit der Bitte, diese nach Berlin weiterzuleiten. Am 02.07.2007 erhielt ich daraufhin ein Dankesschreiben vom Generalsekretär der CDU, Ronald Profalla. Die Ausarbeitung sei gerade noch rechtzeitig zu den Beratungen eingegangen.

Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit unserem OV-Vorsitzenden Stefan Adam schied ich bei einer Vorstandssitzung am 14.05.2007 aus dem örtlichen Vorstand aus und legte das Amt des Internetbeauftragten nieder. Seither war ich nicht mehr für die CDU aktiv. Ich verließ sie Ende 2009.