TELDIX (1969 - 1971)

Am 1. Juli 1969 trat ich bei der Fa. TELDIX GmbH in Heidelberg meine erste Stelle an. TELDIX kannte ich durch meine Frau. Als wir uns kennenlernten, leitete sie dort die elektrische Wareneingangsprüfung. Diese Stellung gab sie gut ein Jahr zuvor auf, um zu mir nach Köln zu ziehen; denn ich war ja zur Zeit unserer Eheschließung noch mit meiner Doktorarbeit beschäftigt. Meiner Einstellung kam auch der Umstand zugute, dass mein künftiger Chef und ich denselben Doktorvater H.K. Paetzold hatten. Diese Gemeinsamkeit ergab sich erst beim Vorstellungsgespräch.

 

TELDIX war damals eine gemeinsame Tochter von Telefunken und der amerikanischen Bendix Corporation und hatte ca. 800 Mitarbeiter. Heute gehört TELDIX zur amerikanischen Fa. Rockwell Collins.

 

TELDIX entwickelte und fertigte damals Navigations- und Stabilisierungssysteme für Luft- und Raumfahrt, sowie spezielle Landfahrzeuge. Zudem entwickelte sie das erste Antiblockiersystem für PKWs, das eine TÜV-Zulassung erhielt.

 

In einer Stabsstelle der Entwicklung waren dies meine Aufgaben:

 

  • Erfassung der klimatischen Verhältnisse in Europa auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes als Entscheidungsgrundlage für die temperaturmäßige Belastbarkeit von Navigationsgeräten
  • Zentrale Bearbeitung von Genauigkeits- und Zuverlässigkeitsfragen bei Navigationsanlagen. Dazu gehörten die
    - statistische Auswertung von Prüfprotokollen
    - Berechnung der Systemgenauigkeit
    - Planung und Auswertung von Testfahrten
    - Simulation auf einer Analogrechenanlage
       zum Vergleich von Theorie und Praxis
    - Ermittlung theoretischer Ausfallwahrscheinlichkeiten (MTBF-Werte)
       für Neuentwicklungen
    - Einführung eines EDV-basierten Fehlererfassungssystems
  • Dokumentation der Arbeitsergebnisse in  zahlreichen Untersuchungsberichten.
  • Neuordnung der umfangreichen Fachbibliothek (als Nebenaufgabe)

 

Als Achim Reichert zwei Jahre später TELDIX verließ, stand in seinem Zeugnis u.a.:

 

"Herr Dr. Reichert hat alle ihm übertragenen Arbeiten mit äußerster Gewissenhaftigkeit und zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt, und er hat sich durch persönlichen Einsatz, weitgehende Selbstständigkeit und sehr gute Fachkenntnisse ausgezeichnet...Wir bedauern sehr, dass wir in ihm einen wertvollen Mitarbeiter verlieren..."